[Blog] Warum Identitätssicherheit in der Pharmabranche wichtig ist: Phishing, Berechtigungen und Passwörter im Jahr 2025
Inhaltsverzeichnis
Warum Identitätssicherheit in der Pharmabranche wichtig ist: Phishing, Berechtigungen und Passwörter im Jahr 2025
Digitale Identitäten stellen mittlerweile den primären Einfallstor für Cyberangriffe in der Pharmaindustrie dar. Angesichts der zunehmenden Vernetzung von Produktionssystemen, Serialisierungsumgebungen und Partnernetzwerken kann ein einziges kompromittiertes Konto ganze Betriebsabläufe lahmlegen und die Einhaltung regulatorischer Vorgaben gefährden.
Warum die Pharmabranche mit steigenden Risiken für die Identitätssicherheit konfrontiert ist
- Mehrere Systemebenen (Ebene 1–5) sind miteinander verbunden
- Externe Partner, die auf gemeinsam genutzte Umgebungen zugreifen
- Cloud- und On-Premise-Hybridinfrastruktur
- Regulierungsportale, die eine meldebasierte Dokumentation erfordern
- Hochwertige Daten (Produktcodes, Chargendaten, Lieferkettentransaktionen)
Diese Komplexität macht die Identitätsübernahme zum attraktivsten (und einfachsten) Weg für Angreifer, um einzudringen.
Identität ist der neue Perimeter in der pharmazeutischen Fertigung und Lieferkette
Das alte Burg-und-Graben-Modell (“Sichert das Netzwerk, und die internen Systeme bleiben geschützt”) funktioniert in der Pharmabranche nicht mehr.
Heute umfasst Ihr “Perimeter” Folgendes:
- Cloudbasierte Serialisierungs- und Compliance-Plattformen
- Software und Serverinfrastruktur für Produktionslinien
- Remote-Mitarbeitergeräte
- Partnerintegrationen (Auftragsfertiger, Distributoren, 3PLs)
- Zugänge von Regulierungsbehörden
- Azure- oder Hybridumgebungen mit gemeinsam genutzten Zugriffsebenen
Wenn die Identität schwach ist, ist alles, was darum herum aufgebaut ist, gefährdet.
Wie es in der Pharmabranche zu Identitätsdiebstählen kommt (Die Bedrohungen von heute)
Angreifer müssen selten etwas “hacken”. Sie stehlen einfach die Zugangsdaten.
Infostealer
Malware, die unbemerkt Anmeldedaten erfasst, häufig von Benutzern, die mit Produktions- oder Berichtssystemen verbunden sind.
Phishing, Smishing & Vishing
Immer noch der einfachste und effektivste Weg, um Qualifikationsnachweise zu erhalten.
Ein einziger Anruf beim Helpdesk oder eine E-Mail kann ein privilegiertes Konto offenlegen.
Gestohlene Passwortdatenbanken
Im Falle eines Angriffs auf das System eines Lieferanten könnten Ihre Zugangsdaten bereits online im Umlauf sein.
Automatisierte Angriffe
- Brutale Gewalt
- Credential Stuffing (unter Verwendung durchgesickerter E-Mail-/Passwortpaare)
- Passwort-Spraying (Ausprobieren gängiger Passwörter für viele Konten)
In der Pharmabranche kann bereits ein einziger erfolgreicher Versuch Auswirkungen haben:
- Serienmäßige Produktveröffentlichungen
- Batch-Berichterstellung
- CMO-/Partnerintegrationen
- EU-Hub- oder nationale Systemverbindungen
- Auditbereitschaft
- Lieferpläne und Marktangebot
Überprivilegierte Konten
Wenn Benutzer über mehr Zugriffsrechte verfügen als erforderlich, können Angreifer sich lateral ausbreiten und so bis zu Produktionssystemen oder Meldesystemen für Aufsichtsbehörden vordringen.
Identitätswüste
Pharmaunternehmen arbeiten häufig mit folgenden Unternehmen zusammen:
- Mehrere Pflanzen
- CMOs
- Partner
- Zeitarbeiter
- Maschinenidentitäten (automatisierte Prozesse, Konnektoren, Gateways)
Ohne ein zentralisiertes Identitätsmanagement entstehen schnell blinde Flecken.
Komplexe Lieferketten
Verbindungen zu Partnern vergrößern die Risikofläche.
Wenn ein CMO oder ein IT-Lieferant kompromittiert wird, können Ihre Systeme das nächste Ziel sein.
Wie Pharmaunternehmen die Identitätssicherheit stärken können
Nachfolgend finden Sie konkrete Handlungsschritte, die auf die betrieblichen Gegebenheiten der pharmazeutischen Industrie und Azure-basierte Umgebungen wie die SATT PLATFORM abgestimmt sind.
Das Prinzip der minimalen Privilegien überall anwenden
Nutzer sollten nur dann auf das zugreifen, was sie benötigen, und zwar nur dann, wenn sie es benötigen.
Dadurch werden die Auswirkungen von Sicherheitslücken drastisch reduziert.
Starke Passwort- und Authentifizierungsrichtlinien durchsetzen
Pharmasysteme müssen Folgendes erfordern:
- Starke, einzigartige Passwörter
- Zentralisierte Passwortverwaltung
- MFA oder Passkeys (SMS-Codes vermeiden)
Automatisierte Verwaltung des Identitätslebenszyklus
Stellen Sie sicher, dass:
- Neue Mitarbeiter erhalten sofort die richtigen Zugriffsrechte.
- Ausscheidende Mitarbeiter verlieren automatisch den Zugriff.
- Inaktive Konten werden gelöscht (diese werden häufig ausgenutzt).
Schutz privilegierter Konten
Nutzen Sie Privileged Access Management (PAM), um Folgendes durchzusetzen:
- Just-in-Time-Zugriff
- Automatische Rotation der Anmeldeinformationen
- Vollständige Prüfprotokolle
Unerlässlich für Systeme, die mit dem EU-Hub, nationalen Systemen und Partnerintegrationen interagieren.
Benutzer in realistischen Bedrohungsszenarien schulen
Pharmaspezifische Phishing-Simulationen helfen Mitarbeitern, Angriffe zu erkennen, die auf Folgendes abzielen:
- Batch-Reporting-Workflows
- CMO-Onboarding
- Kommunikation zwischen EU-Hub und Behörde
- “Betrugsversuche mit angeblichen ”Dringenden Prüfungsanforderungen“
Einen Zero-Trust-Ansatz verfolgen
Zero Trust = “Vertraue niemals. Überprüfe immer.”
Jede Identität, ob Mensch oder Maschine, wird authentifiziert und validiert, bevor auf ein System zugegriffen werden kann, einschließlich Serialisierungsumgebungen und Produktionssystemen.
24/7-Überwachung implementieren
Managed Detection and Response (MDR)-Systeme erkennen ungewöhnliche Identitätsaktivitäten frühzeitig und helfen, diese zu verhindern:
- Unbefugte Anmeldeversuche
- Seitliche Bewegung
- Datenexfiltration
- Ransomware-Einsatz
Identitätssicherheit ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur Stärkung der Identität:
- Betriebskontinuität
- Auditbereitschaft
- Stabilität der Compliance
- Schutz serialisierter Produktdaten
- Resilienz von Azure- und Cloud-Umgebungen
Das Fazit für Zulassungsinhaber, Auftragsfertiger und Hersteller
Mit der zunehmenden Digitalisierung der Pharmabranche wird die Identität zum Rückgrat der Cybersicherheit – und zu einer zentralen Voraussetzung für den Schutz von Patienten, Partnern und der Produktion.
Die Azure-basierten Lösungen von SoftGroup, einschließlich der SATT PLATFORM, folgen den Zero-Trust-Prinzipien und den Best Practices der Branche, um sowohl menschliche als auch maschinelle Identitäten in Serialisierungs-, Aggregations- und Meldeprozessen zu schützen.